TV Ehingen – HSC Radolfzell 23:23 (14:13)

Bezirksklasse Frauen

TV-Mädels scheitern an sich selbst

(mg) Spitzenspiel gegen HSC Radolfzell endete mit einem glücklichen 23:23 unentschieden. 59:53 Minuten, noch sieben Sekunden zu spielen: Von der Anzeigentafel in der Eugen Schädler Halle leuchtete im Spitzenspiel gegen den HSC Radolfzell ein 22:23 in roten Lettern. Die Damen des TV Ehingen drohten nach 60 Spielminuten mit leeren Händen dazustehen. Bis dahin hatte sich die Mannschaft von Trainerin Lisa Garcia gegen den verlustpunktfreien Nachbar vom Untersee zumeist ideen- und kraftlos präsentiert.

Reihenweise technische Fehler, ein ganzer Haufen Fehlwürfe gegen eine bestenfalls durchschnittliche Bezirksklassentorhüterin der Gäste und ein bei den zahlreichen Fans schmerzlich vermisster Tempohandball waren die Gründe für den Rückstand. Auch die zeitweise sehr konfus wirkende Schiedsrichterleistung trug ihren Teil zu einem schlechten Bezirksklassenspiel bei. „Wir haben wirklich kein gutes Spiel gezeigt. Unser Matchplan sah schnelle Tore aus der ersten und zweiten Welle vor, darauf haben wir im Training hingearbeitet. Dies konnten die Mädels aber zu keiner Zeit auf die Platte bringen“, fasste Coach Garcia die Partie treffend zusammen. Ungeachtet dieser enttäuschenden Leistung konnte der TV Ehingen trotz temporärem Rückstand in den Anfangsminuten zur Halbzeit mit zwei Toren in Führung gehen (14:12). Was vor allem am couragierten Auftritt von Rückkehrerin Jana „Mozi“ Kobrzinowski lag, der bei ihrem Comeback nach einer mehrmonatigen Verletzung gleich drei Tore gelangen.
Die 60. Minute, Schlusspfiff: So ganz wussten die Damen des TV Ehingen am Ende nicht, was sie mit den gerade erlebten Spielminuten anfangen sollten. Während ein paar Spielerinnen verhalten jubelten, schien es so, als ob dem Rest bewusst wurde, dass sie gerade einen Big Point verpasst hatten. Kathrin Menzer, die neben Jana Kobrzinowski stärkste Spielerin im grün-weißen Dress an diesem Tag, war gerade vier Sekunden vor Schlusspfiff der Ausgleich zum 23:23 gelungen. Damit endete das Spitzenspiel mit einem Unentschieden, bei dem keine der beiden Mannschaften erklären konnte, ob es ein gewonnener oder verlorener Punkt war. „Wir sind enttäuscht, dass es nicht zu einem doppelten Punktgewinn gereicht hat. Aber mit solch einer Leistung müssen wir eigentlich mit dem Unentschieden zufrieden sein“, so Lisa Garcia. Mit Blick auf den Torverlauf hat sie damit wohl recht: Die letzte Ehinger Führung rührte aus der 34. Minute (15:14). Von da an lagen die Hausherrinnen stets zurück, obwohl sie gleich mehrfach die Chance hatten, das Spiel zu drehen. Durch den ungeplanten Ausrutscher gegen Radolfzell ist erst einmal gar nichts passiert, dafür sorgte Kathrin Menzers Buzzerbeater. Ehingen bleibt an der Tabellenspitze, was aber daran liegt, dass man mehr Spiele hat, als die Radolfzellerinnen.

Für den TV Ehingen spielten: Alica Hogg, Lorena Küchler (Tor), Whitney Rodi (3), Heike Gaißer (1), Alina Küchler (4/1), Kathrin Menzer (5), Vivien Honold, Kathrin Merk (3), Jana Kobrzinowski (3), Meike Halama (2), Lena Willauer (1), Sahra-Denise Kaiser (1).


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